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prüfen, ob nichts an ihr mangele. Und wie er sich von ihrem guten Zustande überzeugt hatte, warf er sie wieder über die Schulter und zog wohlgemut seines Weges weiter, der kaum eine Viertelstunde weit in den stattlichen Wald hinein sich vertiefte und dann eine Wendung nach links machte. In anderthalb Stunden hatte er das gräfliche Schloss erreicht und dieses und die schönen Wirtschaftsgebäude betrachtend, sagte er beifällig vor sich hin: „Eine Stelle hier könnte mich gerade nicht ärgern.“

 

     Er ließ sich dem Herrn Grafen melden. Die Diener glotzten ihn an wie ein Wundertier. „Einfaltige Kerls, müssen noch keinen Menschen gesehen haben, der nicht mit dem krummen Buckel einer Katze ins Schloss hereingekommen ist,“ brummte Stülpner über das dumme Anstieren der Leute ärgerlich. Der ihn Meldende kam zurück vom Herrn Grafen und brachte ihm den Bescheid: „er möge ein Viertelstündchen warten, die Herrschaften würden sich dann in den Park begehen. Dorthin solle er auch kommen. Der Herr Graf habe befohlen, ihm Speise und Trank zu reichen, wenn er Hunger und Durst habe.“

 

      „Das ist von Euerm Herrn Grafen ein höchst edler Gedanke,“ stimmte Stülpner bei... „und ich werde seinem Befehle nicht widerspenstig sein. Also fahrt irgend etwas vor. Ein rechtschaffener Jäger hat immer Appetit, hungert ihn nicht, so dürftet ihn doch.“

 

      Weißbrot, Schinken aufschnitt und ein Krug gutes böhmisches Bier von der bekannten Güte des Rokiczaners machte auf Stülpnern eine treffliche Wirkung. Er fühlte

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