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770. Die Entdeckung der Topase des Schneckensteins.

(Merkels u. Engelhardts Erdbeschreibung v. Kursachsen, 3. B. S. 140. 143. Joh. Gottlieb Kern v. Schneckensteine. Prag 1776. S. 5.)


Eine Stunde von Tannebergstal über Auerbach liegt im Walde der Topasfelsen Schneckenstein, der diesen Namen von den vielen

Schnecken, welche an seinem hier und da feuchten Fuße sich aufzuhalten pflegten, erhalten haben soll. Es wird erzählt, dass er erst durch einen Tuchmacher aus Auerbach, namens Kraut, seit 1727 allgemein bekannt und seitdem auch steißig benutzt worden sei. Jener Kraut, welcher ein eigener seltsamer Mensch und ein etwas lockerer Mann, der nicht im besten Rufe stand, genannt wird, soll durch Holzhauer oder Kohlenbrenner auf den harten und schimmernden Stein aufmerksam geworden sein, und er soll darauf heimlich Topase, die er schleifen ließ, und die er für hohe Preise unter dem Namen von Schneckensteinen oder Königskronen ins Ausland schaffte, gebrochen haben. Als er merkte, dass man seinem Schleichhandel auf die Spur kam, machte er seine Entdeckung dem Kurfürsten August III. bekannt, der den Felsen dem Herrn von Trützschler, welchem Grund und Boden gehörte, abkaufte und später einer Gewerkschaft überließ.

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