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425. Eine wunderbare Himmelserscheinung bei Gottesgab.

(Flader, Wiesenthälisches Ehren-Gedächtniß 1719, S. 104.)


Am 28. November des Jahres 1692 hat ein Köhler auf dem Sonnenwirbel bei Gottesgab ein hellglänzendes Schwert am Himmel gesehen, welches frühe um 5 Uhr geschehen ist. Solches Schwert hat neben einem Stern gestanden, und auch selbst wie ein heller Stern geleuchtet, die Spitze des Schwertes aber hat sich gegen Böhmen und

den Egerschen Kreis gewandt. Es ist nicht anders anzusehen gewesen als ein langer Degen mit Gefäß, aber ohne Bügel, und hat nach des Köhlers Erachten so hoch gestanden, als die Sonne auf diesem gebirgischen Horizont in langen Tagen um 2 Uhr zu stehen pfleget. Nachdem es wieder vergangen und nicht länger gewähret, ist dem Köhler ein Schauer darüber angekommen, dass er sich in seinem Kohlkram niederlegen müssen.

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