Willkommen
 
640. Wüstungen in der Herrschaft Glauchau.

(Dr. Herzog a. a. O., S. 83 und 94. Gumprecht, Lindenblätter von Oberlungwitz, 1863, S. 49. Beschreibung über die Kirche zu Oberlungwitz, St. Martin genannt, was man merkwürdiges von alters her gefunden und von dem dasigen Schulmeister aufgezeichnet worden. 1766. Manuskript.)


I. Im sogenannten Hüttengrunde bei Hohenstein soll oberhalb der Hüttenmühle am Fuße des Queckenberges ein im Hussitenkriege verschwundenes Dorf Kirchberg gestanden haben, von dessen Kirche noch um die Mitte des 18. Jahrhunderts Spuren sichtbar gewesen sein sollen. Ebenso sah man zu dieser Zeit einen mit Steinen ausgemauerten und überdeckten Brunnen, welcher als Rest des Dorfes bezeichnet wurde. Durch dasselbe mag der älteste Weg von Abtei-Lungwitz nach Waldenburg geführt haben, denn er diente später den Bewohnern des an der Stelle des untergegangenen Dorfes Kirchberg nach und nach wieder entstandenen Anbaues, „der Hüttengrund“ genannt, zu ihrem ersten Kirchen- und Leichenwege nach Abtei-Lungwitz.

weiter …