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(I. Mann in der Erzgebirgs-Zeitung, 1882, S. 14.) Die Straße zwischen Udwitz und Komotau durchschneidet eine Gegend, in der bei Nacht Geister und Gespenster ihr Unwesen treiben und den Vorübergehenden oder Fahrenden allerlei Schabernack spielen. So spukte während einer längeren Zeit daselbst ein schwarzer Hund, der gleichsam auf der Lauer lag und der, sobald sich ein Bauer mit seinem Fuhrwerke näherte, auf dessen Wagen sprang. Der Bauer konnte sich anstrengen und machen, was er wollte, er mochte dem Hund zurufen oder ihm Peitschenhiebe versetzen, um sich desselben zu entledigen, alles umsonst, der schwarze unheimliche Gast blieb liegen, bis der Bauer die sogenannte St. Josephsstatue passiert hatte, dann war sein Begleiter verschwunden. Einmal musste ein Bauer um die Mitternachtsstunde mit seinem Wagen den Weg passieren. Da gewahrte er plötzlich den schwarzen Hund, der, als er näher kam, mit einem Sprunge auf dem Wagen war. Der Bauer wurde leichenblass, er bebte und zitterte an allen Gliedern, nahm die Peitsche, schlug nach dem Hunde und fing an entsetzlich zu schimpfen, allein das unheimliche Tier rührte sich nicht. Da der Bauer einsah, dass er im Bösen nichts ausrichte, fing er an zu beten und zu seiner Überraschung wurde der Hund auf einmal halb weiß, blieb aber immer noch liegen. Jetzt wusste sich der schlichte Bauer keinen Rat mehr, er rief nun mit lauter Stimme: „Lieber Herrgott, lass mich doch nur wissen, was dieses Höllentier von mir will!“ Sobald er diese Worte gesprochen, wurde der Hund ganz weiß und verschwand, und eine Stimme rief dem Bäuerlein zu: „Tausend Dank! Du hast meine arme Seele erlöst und mich von meinem Leid befreit!“ |