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265. Die Hexen am Walpurgisabende.

(Spieß, Aberglaube ec. im Erzgeb., Progr., S. 13, z. T. mündlich.)


Am Walpurgisabende, dem Abende vor dem 1. Mai, zünden überall im Erzgebirge Knaben auf hochgelegenen Punkten Besen an und springen damit herum, es wird geschossen, geschrieen, mit Peitschen geknallt und mit Brettern zusammengeschlagen, um ein rechtes Getöse hervorzurufen. Dies geschieht, um den Hexentanz darzustellen, oder, wie allgemeiner behauptet wird, um die zum Blocksberg ziehenden Hexen zu vertreiben. Am Walpurgisabende ziehen auch die Hexen ein, und man muss daher Besen oder landwirtschaftliche Geräte vor die Stalltüre legen, um sie abzuhalten. In Neustädtel erzählt man: Als Karl der Große die alten Sachsen vom Brocken oder Blocksberg jagen wollte, kamen die Hexen und allerhand Gespenster mit glühenden Besen und auf Ziegenböcken geritten, um ihn zu vertreiben.

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