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(Moller, Theatrum Freib. Chron. II. S. 311.) Im Juni 1572, bald nach gehaltenem Fürstenschießen, wurde Freiberg von einer gewaltigen Pest heimgesucht. Ein Töpfer beim Hospital hatte eine Tongrube aufgerissen, in welche beim Sterben 1564 etwas von alten Lumpen und Stroh aus den angesteckten Häusern geworfen worden war. Da stieg ihm alsobald ein widriger giftiger Dampf entgegen, so dass er sich legen musste und nicht allein die Seinigen, sondern auch viele in der Nachbarschaft ansteckte. Die Seuche verbreitete sich darauf weiter und nahm dermaßen überhand, dass von da an bis Weihnachten 1577 Personen starben. |
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